Wie bitte? Hörschäden durch Techno?
Der intensive Bass macht eine Techno Party erst zum richtigen Highlight - und in vielen Fällen später zum Problem. Immer wieder tritt die Problematik eines Hörschadens auf, denn das Gehör ist bei solchen Partybesuchen einer immensen Belastung ausgesetzt. Das “altern” des Gehörs wird somit unbewusst gefördert, die Folgen sind frühzeitige Schwerhörigkeit.
In der Fachsprache nennt sich diese Folgeerscheinung lauter Konzert- oder Disconächte Lärmtrauma. Leider irreparabel, denn durch die laute Beschallung sterben die empfindlichen Sinneshaare im Innenohr ab und wachsen nicht wieder nach. Schwerhörigkeit stellt sich ein, bei vielen auch ein ständiges Ohrensausen als nette Erinnerung an die schöne Party.
Sicherlich haben es fast alle Gäste einer Technoparty schon erlebt, dass sich nach dem Verlassen der Lokalität ein Piepton oder Rauschen im Ohr breit macht. Oftmals geht dieser wieder von Dannen, aber in manchen Fällen bleibt er und beeinträchtigt das Leben schwer. Man spricht vom so genannten Tinnitus, die Folgen sind schwerwiegend und reichen von Schlafstörungen über Depressionen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit.
Heilbar ist ein Tinnitus derzeit noch nicht, allerdings bemühen sich findige Forscher stetig um Linderungsmöglichkeiten. Tinnitus-Gegengeräusche, Verhaltenstherapien und medikamentöse Therapien gehören zum Repertoire der Mediziner, um das Leben mit einem Tinnitus wieder lebenswert zu machen - verschwinden wird das Ohrgeräusch allerdings nicht!
In einigen Discotheken ergreifen Veranstalter allerdings Gegenmaßnahmen, um Hörschäden bei Jugendlichen vorzubeugen. Besonders bei Technoveranstaltungen wird das menschliche Ohr extremer Beschallung ausgesetzt, die dem Start eines Düsenjets gleicht. Durch Limiter (Lautstärkebegrenzer) und modernen Lautsprecherboxen, die die gefährlichen “stehenden Schallwellen” filtern, wirken sie der Jugendschwerhörigkeit und einem möglichen Tinnitus sinnvoll entgegen.
Wer kein Risiko eingehen möchte, der ist gut beraten, bei Veranstaltungen, auf denen laute Musik konsumiert wird Ohrstöpsel zu tragen und dem Ohr kleine “Ruhepausen” zu gönnen.
